Samstag, 16. Januar 2016

16.01.2016 Der Spender für die Herztransplantation ist angekommen

Endlich wieder Teile: Der Spender für die Herztransplantation - ein XJ6 Serie 3 Motor ist heute angekommen. Das war eine Palette mit ein wenig Lottospiel. Ich konnte den Motor für 300 € zzgl. 100 € Transport erstehen. Der Motor sollte aber fest sein. Er sollte als Teilespender für die defekte Kurbelwele zum Überarbeiten und eventuell für den Zylinderkopf dienen. Ich hatte darüber hinaus gehofft, dass er den neuen Kopf mit den großen Einlassventilen hat - der bringt ein bisschen mehr Power. Dazu habe ich alle Nebenaggregate wie Wasserpume, Anlasser, Lichtmaschine und Einspritzanlage incl. Steuergerät bekommen in der Idee, mal einen Einspritzer umbauen zu können.

Jetzt hiess es erstmal die Werkstatt für den Teilespender aufräumen und alle anderen Teile verpacken, damit Platz zum Arbeiten ist.


Die Logistik, einen über 250 Kg schweren Motor alleine von der Palette in die Werkstatt zu bringen war schon eine Herausforderung: Die Palette erstmal so drehen, dass sie nicht mehr dicht an der Wand neben dem Lichtschacht steht, dann den Werkstattkran angekarrt und den Motor angehoben und ein wenig in den Hof gezogen. Dann den Rollwagen darunter und richtung werkstatt gezogen. Allerdings den Motor vorher so unterbaut, dass er nicht umkippen kann. Dann gab es zwei hässliche Stufen zu überfinden: Die Treppe runter im Freisitz (habe ich mit Bohlen unterbaut) und dann weder dir Stufe hinauf ins ehemalige Schwimmbad (meine Werkstatt). Bei der Stufe rauf hat wieder der Werkstattkran mit angepackt, alleine hätte ich den Motor nicht auf die wieder um Einsatz kommenden Bohlen gekriegt um die Stufe zu überwinden. Danke herr Kran für die tatkräftige Hilfe :)
Jetzt ist der Motor drinnen und ich kann beginnen das ganze Geraffel drumrum abzubauen: Klimakompressor, Servo Pumpe, Lichtmaschine, Abgas Rohre, Ansaugkrümmer mit Einspritzanlage und zuletzt den Automatik Wandler um an die Schwungscheiben Schrauben zu kommen. Eine echte Herausforderung, wenn der Motor fest ist und die Schrauben hinter dem Motor versteckt sind und nur wenn sie nach unten gedreht sind abzuschrauben sind.
Die Auspuffkrümmer sind ab (auch bei den neuen Jaguar scheinen die Gusskrümmer noch zu reissen.....) und ich kann an die Einspritz Seite gehen.
Das ist schon ein Haufen Geraffel das da abzubauen ist, bevor man an die eigentlichen Krümmer Schrauben herankommt: Benzinleitungen, Elektrik, Wasserkanäle / Vorwärmeinheit .....









In den Einlasskanälen blüht die Chemie vor sich hin - muss ordentlich Zeit dafür gahabt haben...
Der ganze Ansaugkram ist runter
Die Wasserpumpe ist demontiert, hier ist einiges anderst wie beim OTS Motor, aber die Pumpe ist größer und vielleicht kann ich da was umbauen um mehr Wasser Durchsatz zu bekommen damit der Motor nicht so heiss wird. Alles aber in hervorragendem Zustand, nur der Kopf / die Alu Teile sind etwas korrodiert.












Die Nockenwelle und die Lager sind 100% in Ordnung und weisen keinerlei Riefen, Schäden oder Verschleiss auf.










Alle anderen Lager und Laufflächen sehen auch gut aus. Jetzt die nächste Herausforderung: Die Schrauben vorne an den Nockenwellen lösen ohne dass man den Motor drehen kann - das war ein ganz schönes gefrickel mit halb gelösten Kurbelwellen Lagern, entspannter Steuerkette und einem Lappen im Steuerkanal, falls was reinfallen sollte von den Schrauben - doppelter Boden, der Motor / die Wanne wird ja eh aufgemacht :)



Die Nockenwellen sind nach ein wenig Trickserei raus und wie neu!


















Der Kopf ging nach Lösen aller Schrauben ganz leicht runter und war nirgends angebacken.

Der Zylinderkopf sieht ordentlich aus - muss aber noch zerlegt werden ob das Wasser auch die Ventile beschädigt hat. Allerdings ist eine Kerze abgebrochen - die muss ich noch ausbohren - ganz vorsichtig um das Alu Gewinde nicht zu beschädigen. 










Hier von aussen und innen fotografiert.














 





Das war der Zylinder mit dem offenen Kerzenloch. Das ist echt super übel: Das Wasser steht noch im 3. Zylinder - also erstmal "Schwester - Sauger - Tupfer" - und ein wenig Übersicht verschaffen. Ich habe da meinen Wasser Staubsauger geholt um den Driss rauszubekommen.
Der 2. Zylinder hat zwar auch Pampe drinnen - das muss aber nur temporär gewesen sein.



















Beim Absaugen kam jede Menge Sand und Wasser raus - übrig bleibt ein trauriges Bild eines völlig verrosteten Zylinders und eines vergammelten Kolbens der total fest sitzt.


Der Kettenantrieb weist keinerlei Laufspuren in den Lagern auf - den werde ich so - bis auf neue Kette und Spanner sowie Dämpfer Elemente weiterverwenden und die Ölpumpe sieht aus wie neu. keinerlei Spiel über Toleranz oder Schäden an den Laufflächen.
Die Teile werden aber vorsichtshalber getauscht - wenn er schonmal offen ist macht das auch bei gutem Zustand keinen Sinn die so weiter zu verwenden.
Jetzt die Herausforderung Nr. 3: Die Kurbelwelle ausbauen und die Pleuel / Kolben nach oben wegbauen und die Welle dreht immer noch nicht. Mit ein wenig Mühe und leicht gelösten Hauptlagern sind 5 Kolben und Pleuel draussen. Jetzt lässt sich auch die Welle bei dem gelösten 3. Zylinder Pleul teilwese drehen und die Schwungscheibe kann demontiert werden.
Welle und Kolben - bis auf Nummer drei sind draussen. Nummer 3 bekommt eine Sonderbehandlung verpasst. Erstmal einsprühen und bis morgen warten.
Jetzt ist morgen - mit der Topfbürste auf der Flex habe ich den Zylinder auf den Lauffkächen entrostet und den Boden des Kolben ebenfalls behandelt um den Kolben etwas nach unten pressen zu können. Nochmals Caramba drauf und eine große nuss auf den Kolben gelegt - jetzt vorsichtig mit dem großen Alu Hammer draufgeschlagen und langsam den Kolben von der Laufbuchse getrennt.  Soblad der Kolben nach unten gelöst war konnte ich ihn noch weiter runterschieben und die Zylinder Laufbahn noch einmal mit Topfbürste und Schleifpapier weiterbehandeln - danach ging er leicht nach oben heraus ohne weiteren Widerstand zu leisten. Das Ding ist nun draussen und ich kann das Pleuel weiter verwenden für den anderen Motor ohne die alten Pleuel neu lagern zu müssen. Die hier haben keinerlei merkliches Spiel.











Die "Bürste der Macht" war mit mir und hat genau in den Zylinder gepasst.




Der Kolben sieht gar nicht so schlimm aus - allerdings sind Ring 1 und 2 noch in den Nuten festgebacken oder gerostet - aber ich denke da hinein werde ich keinerlei Zeit mehr investiert da wenn ich den Motor mache ich alle 6 Zylinder gleichmäßig bohren muss.












Jetzt sind alle 6 Paarungen beieinander und können gereinigt und zerlegt und mit den anderen Kolben wieder komplettiert werden.

Alles ist ausgebaut, die Dichtflächen mit der Topfbürste gereinigt und ich kann jetzt überlegen wie ich weiter vorgehe: Wenn ich die Original Motor Nummer behalten will muss ich die Kolben des alten Motors, die ja neu waren, auf die Spender Pleuel bauen und auch die Spender Kurbelwelle einbauen. Ich könnte natürlich auch den neueren Block bohren und 9:1 Verdichtung Kolben einbauen. Leider ist der Kopf nicht das, was ich erwartet hatte. Ich werde da nochmal drüber schlafen und prüfen lassen, ob der Block überhaupt zu bearbeiten ist wegen der engen Masse zwischen den Zylindern.

Die Kurbelwellen Lager sehen auch 1a aus, die brauche ich nicht einmal nachpolieren zu lassen und baue nur neue Lagerschalen überall ein. Ich überlege aber die vorsichtshalber auf Schlag prüfen zu lassen und eventuell auf Simmerring umzubauen und hinten an der Schwungscheibe die Welle wie beim FHC abdrehen zu lassen.

Die Lagerschalen zeigten auch keinerlei Verschleiss oder Riefen - die hätte man locker noch 100.000 Km fahren können.















Jetzt muss ich nur noch den ganzen ausgebauten Kram verräumen und schauen was die Ersatzteil Lage so bringt - offensichtlich sind derzeit keine neuen standard Pleuel Lager lieferbar - muss mal messen was drinnen ist.

Freitag, 15. Januar 2016

14.01.2016 Wie Weihnachen: Die Teile sind da und das Getriebe wird fertig

Heute sind endlich die bestellten Ersatzteile - unter anderem auch für das Getriebe gekommen. Ich hatte neue Buchsen und einen neuen Lagerbolzen für den Ausrückhebel bestellt, sowie Dichtungen und Simmerringe. Da sich bei diesem Getriebe die erste Buchse nicht aus den Gehäuse austreibe ließ, musste ich sie mit einem kleinen Fräser herausfräsen. Die 2. Buchse ließ sich dann heraustreiben.
 
 
 
 
 
 
 
 
Da das Abdeckblech auch gefehlt hatte (habe ich neu bestellt)  habe ich auch gleich die etwas vermurksten Gewinde korrekt nachgeschnitten, so dass die Schrauben jetzt wieder gut passen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die neuen Buchsen sind jetzt eingepresst, mussten aber wegen der engen Passung noch einmal ein wenig aufgerieben werden.
 
 
 
 
So sahen die alten Buchsen und die defekte Welle aus 
Hier dann die überarbeiteten bzw. neuen Teile vor dem Einbau. Das Gewinde der Sicherungsschraube für den Bolzen war verwürgt, das habe ich aufgebohrt, ein neues Gewinde für eine 1/2 " Kopf Schraube geschnitten und dann eine passende Schraube geschliffen, die in das Loch des Dornes noch einfädelt. Die habe ich dann beim Einbau mit Loctite schön gesichert :)
Den Ausrückhebel habe ich vor der Montage wieder schön lackiert, dass er nicht rosten kann.
Vor Montage der Dichtung habe ich die Laufflächen für den Simmerring und das Kupplungs Gegenlager in der Kurbelwelle noch einmal mit feinstem Schleifbaper und Polierpaste auf Hochglanz gebracht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die neue Dichtung für das Getriebe habe ich dann mit ein wenig festem Fett auf dem Getriebe Gehäuse aufgelegt und die Glocke im Anschluss montiert. Der Sicherungsring für das Lager und die Distanz Scheibe mussten erst entfernt werden, da die Dichtung ansonsten nicht über das Lager geht.
 
 
 
 
 
 
 
Für das Befestigen der Glocke habe ich dann neue Sicherungsbleche genommen, einen neuen Simmerring eingepresst und die Schrauben mit Sicherungsblechen oder mit Loctite gesichert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Anschluss daran habe ich das Ausrücklager mit einem Neuen verglichen: Der Verschleiß am Lagerzapfen ist bereits so stark, dass es nicht von 1000 Km Fahrt kommen kann. Also habe ich das Lager gegen ein Neues ausgetauscht und auch neue Sicherungsfedern montiert. So ist das Beweisstück wenigstens ohne Motor Demontage erhalten geblieben. 
 
 
 
Welle und Drucklager wurden mit temperaturfestem Kupferfett montiert. Die neu gebaute Schraube kommt hier zum Einsatz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Getriebe ist jetzt wieder einsatzbereit und muss nur noch mit Öl neu befüllt werden.
 
 

Mittwoch, 13. Januar 2016

13.01.2016 Getriebe Deckel wird auch noch abgedichtet

Die Teilelage wird dokumentiert
Nachdem ich das Getriebe jetzt mit Öl befüllt und systematisch in allen Richtungen gelagert habe um herauszufinden, wo es denn noch ein wenig undicht sein könnte, waren doch die drei O-Ringe, die das Schaltgestänge nach aussen führen nicht ganz dicht. 
Begonnen hatte ich damit, die Kronenmutter am Getriebeflansch Ausgang noch abzudichten, da durch die Verzahnung offensichtlich auch leicht Öl aus dem Getriebe kommt. Die Kardanwelle werde ich auch wohl mit etwas Dichtmasse an den Abtriebsflansch ankleben müssen. Auch der Ausgang für die Tachowelle war nicht ganz dicht, da habe ich noch einen neuen O-Ring eingebaut und auch die Überwurf Mutter des Winkeltriebes habe ich jetzt mit einem zusätzlichen O-Ring zur Abdichtung versehen.


Die Zahnräder und Lager sind einwandfrei
Also musste ich den Deckel des Getriebes auf der Oberseite entfernen, habe die Chance auch gleich genutzt um den Zustand des Getriebes in Bezug auf Synchronringe und Zahnräder zu prüfen. Alles ist in einem einwandfreien Zustand, der Universalpfuscher hat aber auch hier wieder keine Papierdichtungen eingebaut sondern nur Dichtmasse. Ich muss aber zugeben, das war ordentlich dicht, besser als nur eine immer schwitzende Papierdichtung.












Lediglich die Ölabwurf Scheibe (Wie übersezt man oil-thrower......Schleuderring....) wurde beim Einbau wohl verrammelt, dafür müsste ich die andere Seite aber wieder abbauen und alles zerlegen. Ölschleudern tut sie trotzdem, nur nicht mehr so schön..... Also Deckel drauf - Affe tot!
Die Dichtmasse ohne Dichtung war zwar dicht - aber nicht mehr orginalgetreu. Ich habe wieder eine Papierdichtung eingebaut. Hatte ich eh noch übrig.
Alle Teile wurden zerlegt, wo notwendig entgratet und gereinigt
Anschliessend habe ich die Schaltgabeln und Gestänge wieder sauber zusammengesetzt, dabei wurden alle O-Ringe an der Vorderseite ersetzt. Bei der Sicherung der Schrauben habe ich mich lieber auf Loctite Superfest verlassen anstatt auf die Rödeldräte zur Sicherung.
Ich habe das Getriebe wieder auf den Kopf gestellt und siehe da - es ist jetzt einwandfrei dicht :)
Aber auch ich habe sicherheitshalber zur Papierdichtung noch etwas Hochtemperatur Dichtmasse hinzugenommen um ganz sicher zu sein dass es jetzt dicht wird. Die abgebaute Getriebeglocke habe ich auch gleich zum Anlass genommen, das Getriebe Gussgmmehäuse ordentlich neu mit Temperaturbeständiger Farbe zu lackieren. Soll ja auch wieder schön sein. Jetzt hoffe ich dass am Freitag die fehlende Frontdichtung und der Simmerring auf Motor Seite zur Kuplung kommt und auch die neuen Gleitlager für die Aufnahme des Ausrücklagers und der dazugehörige neue Bolzen, so dass ich das Getriebe wieder komplett zusammenbauen kann. Vielleicht kommt dann auch schon mein neuer Motor, den ich die Woche gekauft habe, dann wäre das Wochenende gerettet und genügend Arbeit zum Zerlegen des neuen Motors wäre fällig.

Mittwoch, 6. Januar 2016

06.01.2016 wofür habe ich mir einen 52mm Schraubenschlüssel gekauft wenn man einen Meißel nehmen kann?

Als ich mein OTS Getriebe repariert habe gab es ein paar Schrauben, die waren echt groß und kein Schraubenschlüssel zu kriegen. Daher habe ich mir extra im Internet einen passenden Maulschlüssel bestellt, um ein Jaguar Getriebe ordentlich zerlegen zu können. Die Getriebeglocke ist runter und die Dichtungen und Dichtmasse abgekratzt. Der Rest ist Feinarbeit vor der Montage.










Auch das Getriebe Gehäuse ist jetzt gereinigt - allerdings kam jetzt die nicht unerwartete Überraschung.
















Ich habe mir damals extra passendes Werkzeug beschafft, um die Mutter am Getriebe Hauptlager, wo die Kupplungsscheibe drauf sitzt, ordentlich ab zu bekommen. Aber es gibt doch Hammer und Meißel!! Sehr gut für Lager Laufflächen, wenn man die mit Pittings versehen möchte! rattern dann sehr schön..... Ich werde zumindest die Mutter ausbauen und die Schäden wegschleifen und einen neueres Sicherungsblech verwenden, sowie das Lager mal reinigen um zu sehen wie es mit dünnem Öl läuft.








Jetzt wäre es natürlich wichtig zu wissen, warum das Getriebe offen war und was wirklich gemacht wurde - jedenfalls wurde trotz der Abdichtung kein einziger Simmering erneuert. Die sind spröde wie Glas gewesen. Ich bin mir jetzt unsicher ob ich es nicht doch noch komplett aufmachen und überprüfen soll oder nicht. Ich denke darüber muss ich noch einmal schlafen.











Dieser Simmerring hat sich jedenfalls bei der Demontage des Deckels schon in Kleinteile aufgelöst, habe ihn dann noch aus der Glocke ausgepresst und jetzt warte ich auf Ersatz.










Dienstag, 5. Januar 2016

05.01.2016 Das Getriebe wird neu abgedichtet

Nachdem ich heute vom Motoren Instandsetzer die Botschaft entgegennehmen musste, dass die oberen Pleuel Augen ersetzt werden müssen und auch die Ventilzitze im Kopf viel zu tief ausgefräst seinen und ersetzt werden müssten fragte ich ihn nach den Arbeitspreisen für die 12 Ventilführungen zu ersetzen und die 12 neuen Ventile einzuschleifen sowie die Ventilsitze auszufräsen und durch neue zu ersetzen. Er nannte mir da einen Preis über 1000 € und da ist mir ganz schlecht geworden. Also: Alle Arbeiten einstellen bzw. nicht beginnen, ich schaue mich erst mal nach einem neuen Motor um. Im Internet gibt es einiges an XJ6 4,2l Motoren, allerdings ist der Zustand immer relativ unklar. Muss man sich anschauen, dummerweise stehen die entweder in Frankfurt, Berlin oder in Lübeck, das ist nicht gerade mal um die Ecke. Also warte ich hier mal die Rückmeldungen der Anbieter ab wie der Zustand ist (mit Photos zu dokumentieren).
Da ich somit mit dem Motor nicht weiterkomme mache ich mich jetzt mal an das Getriebe ran, da hier sowohl an der Kupplungsglocke als auch an der Kardanwelle das Getriebeöl munter rausläuft.
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ich habe an der Kardan Seite mal begonnen, da ich hier noch neue Dichtungen und einen neuen Simmerring hatte.
 
Da das Gehäuse ziemlich mit roter HT Silikonpaste verklebt war musste ich das erst mal alles reinigen. Auch das Pumpensieb war damit ziemlich verbatzt, aber keine Späne drinnen
 
Das Getriebe macht aber insgesamt einen noch ordentlichen Eindruck, so dass ich hier nicht allzu viel Probleme befürchte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Abdeckplatte wurde ordentlich gereinigt und auf der Glasplatte mit Schleifpapier ein wenig nachgeplant.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Ölpumpenringe wurden ebenfalls gereinigt und ein wenig nachpoliert um die leichten Riefen rauszubekommen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jetzt ist hier alles wieder gut! Die Schrauben habe ich aber nicht mit den Ecken eingeschlagen, dass sie sich nicht lösen sondern Loctite genommen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Gehäuse ist sauber und kann montiert werden. Da die dünnen Papierdichtungen alleine meist nicht dicht werden, habe ich mich doch schweren Herzens entschlossen, diese beidseitig ganz dünn mit HT Silikon Dichtmasse einzustreichen
Der Deckel ist wieder mit der neuen Dichtung drauf und der Tacho Antrieb gereinigt, die Welle poliert und wieder eingebaut. Jetzt fehlt leider der Simmering. Beim Durchsuchen meiner Teilelisten habe ich aber gesehen, dass ich die Dichtung für die Platte und noch einen Simmering schon früher doppelt bestellt hatte. Nach Durchsuchen meiner Teilekisten habe ich dann beides auch gefunden und kann wenigstens diese Seite fertigstellen.
 
 
 
 
 
 
 
 


Den Flansch für die Antriebswelle habe ich auch gleich entrostet, die Lauffläche aufpoliert und wieder schön lackiert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mann braucht ja auch mal was für´s Auge!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
So, der Flansch ist verbaut, mit neuen Bolzen versehen und mit einem neuen Splint gesichert. Diese Seite wäre fertig.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Part wäre also abgeschlossen!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Kupplungsglocke ist jetzt an der Reihe (Hier auf dem Bild noch ungereinigt und von Motor und Getriebeöl verdreckt)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Gabelwelle mit dem Ausdrücklager ist ausgebaut, hier wurde wieder getrickst und gemurkst. Da die Welle zu viel Spiel hatte wurde sie - anstatt die Lager und Welle zu ersetzen - einfach mit dem Hammer bearbeitet und eingebeult, damit im Lager erstmal kein Spiel ist.
 
Da die Welle und die Lager der Ausdrückgabel  stark verschlissen sind, aber für 10 € gibt es 2 neue Lager und für 4 € eine neue Lagerwelle - also nicht de Welt. Ich habe meine große Teilebestellungen bei SNG erstmal gestoppt bis klar ist, was ich mit dem Motor mache und eine neue Bestellung mit den für das Getriebe notwendigen Ersatzteilen vorbereitet.
 
Wenn der andere Simmering und die Dichtung für die Kupplungsglocke, sowie die Lager und Welle und auch die Sicherungsbleche da sind kann ich das Getriebe final fertigstellen. Heute Abend werde ich die Glocke noch demontieren und alles reinigen.